Bei Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensfragen

Lebensberatungsstelle Mayen

Aktuelles

Grafik: Blickpunkt 2015

Jahresbericht 2015 - Blickpunkt: Beratung von Menschen auf der Flucht

Im Jahresbericht 2015 richten wir Ihren Blick besonders auf unsere Angebote im Bereich "Flüchtlinge".

Wir als Lebensberatung haben seit nunmehr einem Jahr verschiedene Angebote sowohl für Flüchtlinge selbst als auch für die ehrenamtlichen Helfer. Diese Hilfe wurde nur ermöglicht, indem wir Arbeitsstunden aufgestockt haben, welche aus Finanzmitteln des Bischofsfonds für Flüchtlinge im Bistum Trier vergütet wurden. Unsere Kernangebote der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie der Trennungs- und Scheidungsberatung wurden und werden dadurch nicht angetastet.

Über die flüchtlingsspezifische Arbeit im Jahr 2015 ziehen wir im Jahresbericht ein Resümmee. Dabei geht es unter anderem um die besondere Herausforderung, die durch die oft erforderliche "Beratung zu Dritt" entsteht:

Aufgrund der Sprachbarriere ist die Hilfe durch Sprachmittler unabdingbar. Gezwungenermaßen ändert sich dadurch das herkömmliche Beratungssetting. Der Sprachmittler stellt eine Art Sprachrohr dar. Seine Aufgabe sollte sich auf eine reine Übersetzung beschränken. Als sehr hilfreich hat sich gezeigt, wenn der Sprachmittler selbst demselben Kulturkreis wie der Klient entstammt. Das hat den Vorteil, dass der Sprachmittler mit den Lebensverhältnissen und kulturellen Bedingungen im Herkunftsland vertraut ist und dadurch Gestik, Mimik und andere nonverbale Kommunikation besser versteht und diese dem Berater vermitteln kann.

Die Arbeit mit einem Sprachmittler bedeutet eine große Kommunikationsveränderung. Dazu trägt nicht bloß die Anwesenheit einer dritten Person im Raum bei. Insbesondere kann der Berater zwar beobachten, während der Klient spricht, er gewinnt währenddessen aber keine faktischen Informationen. Ein solches Beratungsgespräch erfordert daher insgesamt auch mehr Zeit, da genauere Nachfragen und gezielte Wiederholungen nötig sind...